Home

About me

Knitting and more

I like it

Mind-Mapping

Spinning

>> english

Spitzenstricken

In der deutschen Literatur wird dabei meist unterschieden zwischen Kunststricken und Ajour- oder Lochmustern. Ersteres bezieht sich auf Deckchen, Decken, Gardienen und ähnliche Arbeiten aus sehr dünnem Garn. Die letzten beiden Begriffe stehen für ein und dasselbe und werden häufig synonym verwendet. Sie bezeichnen offene, "löchrige", filigrane Muster, die in Kleidungsstücken Verwendung finden. Von der Technik her gibt es zwischen Kunststricken und Ajour-Mustern keinen Unterschied - durch gezielte Maschenabnahmen und Umschläge (=Zunahmen) werden Muster gebildet. Im Amerikanischen wird daher jede Art offenes Strickmuster als "Lace" (=Spitze) bezeichnet.

Die Produktion von Spitze hat eine sehr lange Tradition. Einfache Spitzenarbeiten lassen sich bis vor das Jahr 0 zurückverfolgen. Wichtig in der Mode wurde Spitze im späten 15. Jahrhundert. Die folgenden Jahrhunderte war es wohl hauptsächlich den Adligen an den europäischen Königs- und Fürstenhäusern und später reichen Kaufleuten vorbehalten, Spitze zu tragen. Da die Herstellung von Spitze bis ins 18. Jahrhundert eine aufwändige Handarbeit war, hatte sie einen entsprechend hohen Preis. Eine in Deutschland sehr bekannte Art, Spitzen herzustellen ist das Klöppeln.

Stricken ist eine der jüngeren und weniger verbreiteten Techniken zur Herstellung von Spitze. Im 19. Jahrhundert erhielt das Stricken mit anderen Handarbeitstechniken einen großen Auftrieb. Im Viktorianischen England waren gestrickte Schultertücher von den Shetlandinseln enorm beliebt. Viele weitere gestrickte Spitzenaccessoires wie z.B. Hauben, Kragen oder Bündchen datieren in diese Zeit. Mit dem Verschwinden solcher Stücke aus der Gardarobe - vor allem der Frau - verlagert sich Spitzenstricken in Richtung Hausaccessoirs. Decken, Deckchen, Betttücher, Handtuchborten, Gardinen u.ä. werden zu Objekten der Begierde.

In Deutschland erwirbt sich das Kunststricken durch die fast ausschließliche Beschränkung auf Heimdekorationen zielstrebig den Ruf des Bäuerlich-Altbackenen. Pullover mit Ajourmustern sind dagegen immer mal wieder in Mode, besonders im Sommer. Solche Dinge wie Schultertücher, "Shrugs" oder Babydecken sind in den letzten 20 bis 30 mitsammt dem Stricken aus der Mode gekommen. &Üuml;ber Amerika, wo diese Arbeiten sich anscheinend immer einer sehr großen Belliebtheit erfreut haben, kommt einiges davon zurück in eines der Ursprungsländer des Spitzenstrickens.

Quellen im Internet:

Bücher:
Auch hier gilt wie schon bei der Geschichte des Strickens - mir sind noch nicht viele deutsche Bücher zu diesem Thema unter die Finger gekommen. Dafür gibt es regelmäßig Zeitschriften zum Thema Kunststricken. Wer des Englischen mächtig ist, sollte auf jeden Fall ein Stück nach unten blättern und die englischen Buchempfehlungen studieren.

>> nach oben


Lace Knitting

This technique is often regarded as a very complicated art. It is nearly unbelievable that one can produce such an intricate and stunning beautiful fabric with only two sticks and a string. Anglo-American books and patterns don't seem to make any difference between ajour patterns used for clothes and patterns for doilies, shawls or table clothes. Maybe that is because people from different origins met in America and brought their traditions with them. Modern American designers like Meg Swanson have an open eye to those influences and create something of their own in the tradition of a long lines of knitters and handcrafters.

Lace making itself is an art with a very long tradition. Lace work can be dated back even before Christ. In the late 15th century lace became an essential part of fashion. Lace was mainly produced by hand in the old lace making centers of Belgium, France and Italy. The names of famous laces still bear witness to this origins - Venetian lace, Point d'Alençon, Brussels lace and so on. 18th century brought up the lace industy using machines that were able to produce large quantities of lace. But nontheless lace remained an expensive luxery.

Knitting is a rather young lace making technique. During the 19th century hand knitting came into vogue again. Among Victorian ladies Shetland lace shawls were very famous and highly demanded. Decorative Sawls, bonnets, cuffs and collars made a women's wardrobe complete. Most of the lace knitting patterns we know today were invented in the Victorian era in England, Germany and Austria. The patterns were delivered from one generation to the next through samplers.

The whole idea of lace knitting came a bit out of fashion during the last 20 to 30 years at least in Germany. Endless doily pattterns covered this beautiful art with a thick layer of dust. Thanks to some fabulous designers and publishers lace can be now rediscovered from a modern point of view.

Resources on the Net:

Books:

>> to the top

Kontakt: Susan König, mail@susans-palace.de

Deckchen/Doily - click to enlarge!

Ajour/Lace - click to enlarge!